Das Kapitel Erschöpfung bewältigen
- Das Ernstnehmen der Überforderungs- und Erschöpfungssymtome im Leben von Erwachsenen sowie die Beschreibung deren möglichen Ursachen und Hintergründe im Kapitel Erschöpfung erkennen bahnen uns den Weg zur Therapie. Das Kapitel Erschöpfung bewältigen zeigt einen Weg auf, vom Überwältigsein und Distresszustand (A__>R) in eine Haltung des Überwinderseins zu kommen, bei dem die Ressourcen dauerhaft größer als die Anforderungen sind (R__>A). Sowohl der punktuelle Stress/Eustress (A.>R) als auch der/die zeitweise Distress/Krise kann dann als handhabbar und als eine zu bewältigende Phase erlebt werden.
- Anhand des biblisch-orientierten Bildes von einem lernenden erwachsenen Lebensgärtner (eLG) stelle ich eine Alternative zum starken, gottunabhängigen Erwachsenen vor. Dieses Bild von einem erwachsenenen Lebensgärtner ist eine starke innere Ressource zur Bewältigung der zahlreichen Alltagsanforderungen.
- Mit diesem Kapitel möchte ich zum Vertrauen an einen Gott ermutigen, der eine wertvolle äußere Ressource zur Bewältigung unserer komplexen Anforderungen ist bzw eine wertvolle innere Ressource werden kann, wenn wir ihn dazu einladen.
- Ergänzend zum Blick auf den Einzelnen werden Gedanken und Ideen vorgestellt, wie auch die Gesellschaft als solches an der Erschöpfungskrise reifen kann, in dem sie die äußeren Anforderungen (Leistungsdruck, Tempo etc) ändert und die äußeren Ressourcen (niedrigschwellige Beratungsangebote, entspannende Ruheorte in der Stadt etc. ) stärkt
- Die genannten Vorschläge und Gedanken beziehen sich im wesentlichen auf die Bewältigung von krisenhaften Distress und Erschöpfungssymptomen beim Einzelnen und in der Gesellschaft. Sie sind ebenso einsetzbar und hilfreich zur Vorbeugung stressbedingter Erkrankungen. Diese Erkrankungen werden mit einem hohen körperlichen, seelischen und monetären Peis bezahlt. Prävention und Gesundheitsförderung beugt vor. Dafür ist jedoch neben zahlreichen praktischen und konkreten Maßnahmen ein allgemeines Umdenken und Weiterdenken notwendig. Im Römerbrief Kap 12, Vers 2a heisst es: "Und seid nicht gleichförmig dieser Welt, sondert werden verwandelt durch die Erneuerung eures Sinnes". Wir verwandeln unsere Gedanken und Einstellungen und sie werden von Gott zum Gesunden verwandelt, wenn wir es zulassen. Wir müssen unsere zahlreichen und komplexen Anforderungen nicht mehr aus eigener Kraft bis zur möglichen krankmachenden Erschöpfungsdepression bewerkstelligen. Neben unseren bereits vorhandenen Ressourcen lassen sich zahlreiche neue und sehr hilfreiche Ressourcen erschließen.